Mit der PUBLIKATION ÜBER DEN HANSAPLATZ liegt nun nach Heft 1 über den Pantaleonspark und Heft 2 zur Grünanlage Sachsenring/ Kartäuserwall ein drittes Handlungskonzept vor.

Erste Schritte zur Realisierung eingeleitet. Wir danken der BV 1 für ihre Unterstützung: am 29.06.2017 wurde mehrheitlich beschlossen, die Verwaltung mit der Umsetzung unserer Ideen zu beauftragen. >>


Hansaplatz Koeln, Heft 3 Stadtoasen KoelnWir wünschen uns, dass auch diese Veröffentlichung als Anregung für Veränderungsprozesse genutzt wird und die öffentliche Diskussion über die Entwicklung unserer Stadt bereichert. Auch Sie sind als Fachkundige herzlich eingeladen, an weiteren Projekten mitzuwirken.

 

 

 


(Foto: © Rheinisches Bildarchiv Köln, rba_mf065024)DER ORT UND SEINE GESCHICHTE

Stadtbaumeister Joseph Stübben hatte bei der Konkretisierung seines Projektes „Kölner Neustadt“ den Hansaplatz bereits als Grünanlage vorgesehen. Adolf Kowallek übernahm die gärtnerische Gestaltung des Hansaplatzes (1896 und 1900).
Im März 1899 reservierte die Stadt ein Grundstück für einen Neubau vor der zur Stadtmauer gehörenden Gereonsmühle, um dort das neue Kunstgewerbemuseum zu errichten. Es entstand am Nordende des Platzes in einem Anbau wurde das Schnütgen untergebracht. Alle Museumsbauten am Hansaplatz wurden von Franz Brantzky entworfen. In Köln war damit am Hansaplatz ein eindrucksvoller Museumsquartier entstanden, das im 2. Weltkrieg völlig zerstört wurde.

 

Hansaplatz

SITUATION HEUTE – ZIELE FÜR MORGEN

Der Hansaplatz ist, obwohl eine der wenigen innerstädtischen Grünanlagen, in der öffentlichen Wahrnehmung kaum als Park bekannt. Auch seine denkmalrechtliche Unterschutzstellung im Juli 1980 hat daran nichts geändert – er wird im Wesentlichen von Anliegern oder zufälligen Passanten genutzt und von Vielen als eine Art „Appendix“ zum Klingelpützpark begriffen.

Augenfällig sind die Alterung und Abnutzung der Freiflächen und der Ausstattung, aber auch nachteilhafte bauliche Veränderungen und unterlassene Pflege in Teilen des Parks. Sicher spielt bei der mangelnden Beachtung auch der laute Verkehr der zwei angrenzenden Hauptverkehrsachsen eine große Rolle. Des weiteren wirkt der Hansaplatz nicht als „gestaltetes Ganzes“, sondern als Kompositum aus verschiedenen, relativ beziehungslos nebeneinander existierenden Zonen.
Dies lässt leicht übersehen, dass der Hansaplatz ganz eigene, unverwechselbare Qualitäten besitzt. Aus unserer Sicht verdient er es, wieder zu einem besuchenswerten Ort mit hoher Aufenthaltsqualität gemacht zu werden. Dies kann aber nur durch gezielt verbessernde Maßnahmen geschehen, die an das vorhandene Potenzial anknüpfen:
der Abwechslungsreichtum der historischen Parkanlage,
die hochrangigen Denkmäler,
die vielfältige, auch stadtklimatisch wichtige Vegetation,
die Nachbarschaft zum Klingelpützpark mit seiner entstehenden „Bildungslandschaft Altstadt-Nord“
und die verschiedenen Nutzungsangebote, etwa die Sportangebote,
die am Hansaplatz bereits jetzt bestehen.
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